Liebe Kundinnen und liebe Kunden,
Aufgrund der großen Nachfrage und guten Resonanz haben wir unser Team nochmals vergrößert. Deshalb können wir unsere Öffnungszeiten erweitern.
Ab 01. Juni 2026 gelten neue Öffnungszeiten:
Dienstag und Mittwoch: 15.30 - 18.00 Uhr
Donnerstag: 10.30 - 18.00 Uhr
Freitag: 10.30 - 1300 Uhr
Wir sind dann gerne für Sie/Euch da.
Das Spenden-Lädchen Team
Spende für den Schulverein der Hermann-Billung-Grundschule
Das Spenden – Lädchen freut sich über 500 Euro von von der Immobilienfirma Talexa .
In Absprache mit Herrn Tüzün von der Firma Talexa wurde kurzfristig beschlossen diese Summe dem Schulverein der Hermann – Billung - Grundschule zu spenden, der gerade für die Anschaffung besonderer Holzbausteine die finanziellen Mittel fehlten.
Das Foto zeigt Frau Christiane Optiz und Frau Heidi Böcker vom Vorstand des Spendenlädchens und Herrn Tüzün von Talexa Immobilien und Consulting
Foto und Text: Talexa Immobilien und Consulting
48 Jahre Spendenlädchen in Hermannsburg
2 Jahre Welfenstraße 6
Sonderangebot
Ab sofort jede Hose 1€
Liebe Kunden, wir bitten darum, Kinderbekleidung nur ab Größe 98 bei uns abzugeben.
Weiterhin möchten wir darum bitten, keine Säcke mit Bekleidung vor dem Lädchen abzustellen.
Secondhand für jedermann
Neues Leben für Altkleider: Spendenlädchen zieht seit fast fünf Jahrzehnten Kunden an
Von Pascal Bangemann
Hermannsburg. In Zeiten, in denen Altkleidercontainer abgebaut werden und Second-Hand-Läden reihenweise schließen, fragen sich viele Menschen, wohin mit gut erhaltener, aber nicht mehr getragener Kleidung. Zum Wegwerfen sind Pullover, Hosen und Jacken oft schlicht zu schade. Doch passende Annahmestellen werden Jahr für Jahr weniger. In Hermannsburg gibt es allerdings einen Ort, an dem Kleidung ein zweites Leben bekommt – und das bereits seit 47 Jahren.
Das Spendenlädchen erfreut sich weit über die Grenzen der Südheide hinaus großer Beliebtheit. Das Konzept überzeugt: Wer hie r Kleidung abgibt oder für kleines Geld einkauft, tut nicht nur sich selbst etwas Gutes. Der überwiegende Teil der Erlöse fließt in soziale und gemeinnützige Projekte. Mehr als 350.000 Euro sind in den fast fünf Jahrzehnten bereits zusammengekommen.
„Früher hatten solche Läden häufig den Ruf, dass dort ausschließlich Menschen mit wenig Geld einkaufen“, sagt Heidi Böcker, Vorsitzende des federführenden Vereins. „Das entspricht längst nicht mehr der Realität. Unser Kundenkreis wächst stetig – und es kommen immer mehr junge Menschen, die bewusst auf Nachhaltigkeit setzen.“ Auf diese Offenheit für alle ist man stolz. Eine gezielte Einschränkung der Kundschaft, etwa um umsatzsteuerliche Vorteile zu nutzen, gibt es bewusst nicht.
„Bei uns wird die ganze Vielfalt der Gesellschaft abgebildet“, betont die stellvertretende Vorsitzende Christiane Opitz. Und wer würde zu einem hochwertigen T-Shirt für zwei Euro oder kaum getragenen Schuhen für drei Euro schon Nein sagen?
Über die Jahrzehnte ist das Spendenlädchen zu einem echten Gemeinschaftsprojekt geworden. 27 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen übernehmen jeweils zwei Schichten im Monat. Hinzu kommt vielfältige Unterstützung aus dem Ort. „Wir sind sehr dankbar für all die Hilfe – sei es beim Dekorieren, beim Fensterputzen oder bei der Pflege unserer Internetseite“, sagt Böcker. Diese Wertschätzung ist spürbar, sobald man den rund 80 Quadratmeter großen Verkaufsraum an der Welfenstraße betritt. Von Ramsch oder Muffigkeit keine Spur: Der Laden ist liebevoll gestaltet, das Sortiment vielseitig und qualitativ hochwertig.
Damit das so bleibt, sind Fingerspitzengefühl und Diplomatie gefragt. „Wir bekommen deutlich mehr Kleidung, als wir aufnehmen und verkaufen können“, erklärt Böcker. „Dann muss man freundlich, aber klar sagen, wenn etwas nicht passt oder es zu viel wird.“ Die meisten Spender reagierten darauf mit großem Verständnis und Geduld. Eine Entsorgungsstelle für Altkleider – das betonen beide Vorstandsmitglieder – ist das Spendenlädchen ausdrücklich nicht. Bis vor zwei Jahren habe das Deutsche Rote Kreuz überschüssige Ware übernommen, inzwischen müsse alles, was nicht verkauft werde, selbst entsorgt werden. „Das ist manchmal eine Gratwanderung. Wir freuen uns über jede Spende, aber wir können auch nicht alles annehmen.“
Auch wenn es gelegentlich zu enttäuschten Gesichtern kommt, empfinden alle Beteiligten ihre ehrenamtliche Arbeit als äußerst erfüllend. „Sie ist sinnstiftend in jeder Hinsicht – durch die Gespräche mit den Kunden, die Dankbarkeit und das Miteinander“, sagt Opitz, die hauptberuflich als pädagogische Mitarbeiterin arbeitet.
Im vergangenen Jahr konnten erneut 16.600 Euro an Erlösen für gute Zwecke weitergegeben werden. Vor diesem Hintergrund ermutigen Böcker und Opitz auch Menschen in anderen Gemeinden, ähnliche Projekte auf den Weg zu bringen. „Der Bedarf an nachhaltiger Secondhand-Kleidung ist definitiv da“, sagt Böcker. „Das Bewusstsein wächst stetig. Ich bin fest davon überzeugt, dass eigentlich je der Ort ein solches Spendenlädchen stemmen kann.“ Und wer weiß – vielleicht lässt sich der eine oder die andere vom Erfolg des Hermannsburger Spendenlädchens ja tatsächlich inspirieren.
Quellenangabe: Cellesche Zeitung vom 05.02.2026, Seite 10
Foto: Pascal Bangemann